Einweihung einer Bibliothek für die Chinesisch AG, 25.02.2024

Dank einer Bücher-Spende des Phoenix-Verlages aus Nanjing und der Vermittlung von XCMG Europe GmbH in Krefeld Europapark

haben wir eine kleine Bibliothek mit Büchern in chinesischer Sprache im Klassenraum der AG einrichten können.

Zur feierlichen Eröffnung haben wir Frau Welschenbach in Vertretung von Frau Zinnack, XCMG Europe GmbH, begrüßt. Sie verdeutlichte den Schülerinnen und Schülern wie bedeutend die chinesische Sprachkompetenz für ihre spätere berufliche Orientierung sein kann.

Vielen Dank!

Das Jahr im Zeichen der Schlange beginnt am 29. Januar 2025 – Das Neujahrsfest – das Frühlingsfest! – China feiert und auch wir wollen gemeinsam mit Ihnen feiern!

Liebe China-Freunde,
eine herzliche Einladung zur Feier des Chinesischen Neujahrsfestes, des Frühlingsfestes! Wir feiern am Samstag, den 8. Februar 2025 um 17.30 Uhr im Restaurant Peking Garden Krefeld, Kölner-Str. 126.
Bei Essen und Trinken, einem Quiz und einer Tombola durch Wichteln möchten wir den Beginn des Jahres der Schlange mit Ihnen feiern und uns austauschen. Das hat bei der GDCF Krefeld-Niederrhein e. V. schon Tradition.
Bitte sind Sie so freundlich und melden sich per E-Mail (info@gdcf-krefeld-niederrhein.de) bis zum 06.02. 25 an, damit wir und auch das Restaurant planen können. Ob Büfett oder à la carte – jeder Gast wählt und bestellt, was er möchte, und zahlt auch selbst.

Sie möchten an der Tombola teilnehmen? So bringen Sie bitte ein kleines Geschenk mit, das Sie zur Auslosung abgeben.
Wir kümmern uns um das Quiz, die Glückskekse und gemäß den Eigenschaften der Schlange mit Kreativität und Flexibilität um Gemütlichkeit und Atmosphäre.
Nichtmitglieder der GDCF Krefeld-Niederrhein e. V. bitten wir freundlichst am Abend um eine Spende 10€ für die Arbeit der GDCF!
Dürfen wir uns auf Sie freuen?
Viele Grüße
Prof. Dr. M.-L. Klotz
1. Vorsitzende

“ Opium für’s Volk?“ Götter, Geister, Philosophen und Schamanen: Chinas vielfältige religiöse Glaubensgemeinschaften zwischen Staat und Gesellschaft

Einladung zum Vortrag am 15. Januar 2025, 19.00 Uhr in der VHS Krefeld, Muche-Saal und online über ZOOM, in Kooperation mit der Asien-Akademie der VHS Krefeld

Professor Dr. Thomas Heberer

“ Opium fürs Volk?“
Götter, Geister, Philosophen und Schamanen:
Chinas vielfältige religiöse Glaubensgemeinschaften zwischen Staat und Gesellschaft

Weltbilder, Philosophien, Religionen prägen Menschen, ihre Denk- und Verhaltensweisen. Europäer wissen im Grunde wenig Konkretes über deren Ausprägungen in Ostasien.

Religion in China ist etwas außerordentlich Praktisches. Jedes Ritual, jede Zeremonie und jeder Gott und Tempel ist unmittelbar mit unterschiedlichen menschlichen Bedürfnissen verbunden wie Nahrung, Wohlstand, berufliches Fortkommen, Fortpflanzung, Schutz vor Feinden, Unbilden der Natur, Krankheiten, Langlebigkeit usw. Dieses praktische Moment der chinesischen Religion, das sich in der Verehrung unzähliger Gottheiten ausdrückt, macht den Kernunterschied zur christlichen Religion aus. Die Frage nach dem Sinn des Lebens, die europäische Philosophen seit Jahrhunderten bewegt, hat in China nie eine große Rolle gespielt.

Traditionell bezeichnete man Religion als „Lehre“ (jiao, 教). Ein prinzipieller Unterschied zwischen Religion und Lehre wurde nicht gemacht. Folglich fehlt im Sprachgebrauch auch eine Unterscheidung dieser beiden Begriffe. Für Chinesen ist Religion also eine Lehre unter vielen anderen. Sie schließt andere Lehren nicht aus und kann als Lehrmeinung oder Schule nicht das Vorrecht alleiniger und unfehlbarer Gültigkeit beanspruchen. In China existiert eine Vielzahl von „Lehren“, und es gab keine fest umrissene Abgrenzung zwischen Religionen im Sinne unseres Religionsbegriffes.

Häufig kam es zu Vermischungen zwischen verschiedenen philosophischen Lehren und unterschiedlichen Religionen. Bei der chinesischen „Volksreligion“ z.B., die weder eine Organisation noch einen Klerus kennt und große regionale Besonderheiten und Variationen aufweist, handelt es sich um ein Konglomerat von konfuzianischen, daoistischen und buddhistischen Vorstellungen mit Ahnenverehrung, einer Vielfalt von Götter- und Geisterglauben, Feng-Shui, lokalen Kulten etc. Häufig haben sich auch volksreligiöse mit christlichen Glaubensvorstellungen vermischt, so dass eine Abgrenzung zwischen den Religionen und Glaubensrichtungen oft schwierig ist. Daneben existieren schamanistische und animistische Religionsformen bei ethnischen Minderheiten.

Der Einfluss der Religion hat seit den 1980er Jahren signifikant zugenommen. Rasante Prozesse technologischen und sozialen Wandels, in deren Verlauf sich traditionelle Gemeinschaften (Familie, Dorfgemeinschaft) auflösen, Werte und Bindungen zerfallen, begleitet von wachsender gesellschaftlicher Gefühlskälte, Vereinsamung, Vereinzelung, sozialer Frustration und Unsicherheit sind einige Gründe dafür. Das Scheitern der maoistischen Utopie hinterließ ein Werte- und Sinnvakuum und damit eine Sehnsucht nach neuer spiritueller Sinngebung. All dies schlug um in ein starkes Bedürfnis nach religiöser Praxis und Bedürfnisbefriedigung.

Der Referent:

Prof. Heberer ist Ethnologe, Politikwissenschaftler sowie Sinologe und Seniorprofessor für Politik und Gesellschaft Chinas an der Universität Duisburg-Essen. Er beschäftigt sich seit über 50 Jahren mit China, war 1975 erstmals in diesem Land. Von 1977-1981 war er als Lektor und Übersetzer an einem chinesischen Verlag in Peking tätig, danach fast jährlich mindestens drei Monate zu Feldforschungszwecken zu verschiedenen Themen und in verschiedenen Regionen Chinas unterwegs. Er hat über 60 Bücher und Hunderte von Aufsätzen über China verfasst, überwiegend in deutscher, englischer und chinesischer Sprache.

Dieser Vortrag wird als Stiftungsvortrag Traute Nieter von der Familie Nieter besonders gefördert, um an die Gründerin der GDCF Krefeld-Niederrhein e. V. und ihre großen Verdienste zu erinnern.

Wir wünschen Ihnen ein gutes Jahr 2025 und freuen uns auf Sie am 15.Januar um 19 Uhr in der VHS Krefeld oder auch Online via ZOOM!

Mitglieder der GDCF Krefeld-Niederrhein erhalten den ZOOM -Link mit der persönlichen Einladung.

Gäste sind herzlich willkommen!

Falls Sie als Gast über ZOOM teilnehmen möchten, bitte  Anmeldung  und  Zahlung von 8€ an die VHS Krefeld: Kundenservice/Anmeldung
Tel.: 02151/86-2664
E-Mail: vhs@krefeld.de

 

 

Demokratie unter Druck: Taiwans außen- und innenpolitische Herausforderungen

 

10. Dezember 2024 um 18.00 Uhr in der VHS Krefeld

Herrn Dr. Hermann Halbeisen

‚Demokratie unter Druck: Taiwans außen- und innenpolitische Herausforderungen.‘

Nach den Wahlen vom Januar 2024 wird Taiwan von einem ‚divided government‘ regiert, der Präsident verfügt nicht über eine Mehrheit im Parlament, keine der drei vertretenen Parteien über eine absolute Mehrheit. Politische Entscheidungsprozesse werden damit komplexer und zeitraubender.
Unter diesen Bedingungen müssen Taiwans politische Institutionen Antworten auf wachsende außen- wie innenpolitische Probleme finden: außenpolitisch für den Umgang mit wirtschafts- und sicherheitspolitischen Herausforderungen durch die VR China und die sich verschärfende geostrategische Konkurrenz zwischen China und den USA, innenpolitisch erfordern die demographische Krise, Fragen der Verteilungsgerechtigkeit, aber auch der Umgang mit einer stetig wachsenden Zahl von Einwanderern grundsätzliche Regelungen

Der Referent:
Dr. Hermann Halbeisen studierte Politik Ostasiens, Politikwissenschaft und chinesische Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum (RUB), Politikwissenschaft an der National Taiwan University, und Chinesische Sprache an den Universitäten Fu-Jen (Xinzhuang/ New Taipei) und National Normal (Taipei).
Magister und Promotion absolvierte er an der RUB mit Arbeiten zum Demokratieverständnis im modernen China. Folgende Themen bearbeitete er: in der Magisterarbeit: Die ‚San Min Chu I‘ Sun Yat-sens und in der Dissertation: Demokratie ohne Volksherrschaft: Aspekte des politischen Denkens chinesischer Liberaler in der Nanking-Zeit, 1927-1937
Arbeitsgebiete heute sind: Politisches Denken im modernen China, Politik auf Taiwan, Cross-Strait Relations und Sicherheitspolitik in Nordostasien.
Er arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der RUB, der Universität des Saarlandes und der Universität zu Köln. Lehraufträge erhielt er an der Humboldt-Universität Berlin und der Universität Duisburg. Aktuell ist er Lehrbeauftragter für chinesische Politik an den Universitäten Göttingen und Köln.

 

Neues aus Hangzhou

21. November 2024 um 19 Uhr, VHS Krefeld, Raum 209

Frau Isabell Höke-Purrmann

„Was gibt es Neues aus Hangzhou“

Frau Höke-Purrmann, Sinologin und Mitglied des Beirates der GDCF berichtet von ihrer Reise mit ihren 24 Chinesisch-SchülerInnen des Thomaeum

Foto: I. Höke-Purrmann

Gymnasiums in Kempen dieses Mal zur Weilan-Schule und nicht zur Wenlan-Schule in Hangzhou, wo sie sehr herzlich nach langer Corona-Pause als erste Besuchergruppe aus dem Ausland auch von Herrn Ran, dem früheren Schulleiter der Xuejun-Highschool, empfangen wurde.

Die Schülerinnen und Schülern haben eine Woche am Unterricht teilgenommen und waren beeindruckt von der Ausstattung der Schule und der Vielfalt des Angebots, dass ihnen präsentiert wurde. Sie wohnten dieses Mal nicht wie vormals üblich bei den Familien, sondern in den Zimmern des Internates. Nach einem beeindruckenden Ausflugsprogramm in Hangzhou besuchte die Gruppe auch Shanghai und Peking.