Bei der GDCF Krefeld-Niederrhein e. V. startete das Jahr 2026 nun schon mit einer Tradition!

So haben wir am

Dienstag, den 20. Januar 2026 um 19 Uhr, in der VHS Krefeld, Muche-Saal,

Professor Dr. Thomas Heberer eingeladen.

Wieder einmal ein ganz besonderer Vortrag:

Professor Dr. Thomas Heberer berichtete, wie China sich innerhalb von 50 Jahren entwickelt und gewandelt hat! Eine bedeutende Zeitspanne für die Volksrepublik China, die er persönlich in China beobachtet und erlebt hat.

„China im Wandel – 1975 bis 2025: Bericht eines Zeitzeugen“

Der Referent, Professor Heberer, war 1975 zum ersten Mal in China. Damals herrschte noch die „Kulturrevolution“. Von 1977-81 arbeitete er als Übersetzer und Lektor bei einem chinesischen Verlag in Peking und wurde so Zeitzeuge des Wandels von der Mao-Ära zur Reform- und Öffnungspolitik. Danach hat er nahezu jährlich und bis in die Gegenwart (2025) Feldforschung zu verschiedenen Themen und in allen Provinzen des Landes durchgeführt. Im städtischen und im ländlichen Raum, in ärmeren Gebieten ethnischer Minderheiten wie in den wohlhabenden Regionen im Osten des Landes. Den Wandlungsprozess in diesen fünf Jahrzehnten schildert er am Beispiel persönlicher Erfahrungen und Erlebnisse: eine profunde und lebensnahe Darstellung des gewaltigen chinesischen Transformationsprozesses.

Prof. Dr. Thomas Heberer ist emeritierter Professor für Politik und Gesellschaft Chinas. Bis 2013 hatte er den Lehrstuhl für Politik Ostasiens an der Universität Duisburg-Essen inne, bis Ende 2025 war er Seniorprofessor für Politik und Gesellschaft Chinas an der gleichen Hochschule. Er beschäftigt sich seit über 50 Jahren mit China und zählt zu den bedeutendsten deutschen Chinaforschern.

Prof. Heberer hat über 70 Buchpublikationen als Autor/Koautor bzw. Herausgeber/Ko-Herausgeber in deutscher, englischer und chinesischer Sprache veröffentlicht sowie eine große Zahl von Veröffentlichungen in referierten Fachzeitschriften und Sammelbänden. Er war viele Jahre Mitglied des „Academic Advisory Board“ des Europa-Parlaments. Auch hat er Bundes- und Ministerpräsidenten beratend nach China begleitet.

Nun eröffnete Professor Heberer das Veranstaltungsjahr der GDCF Krefeld-Niederrhein e. V. bereits zum dritten Mal. Wenn das keine Tradition ist!

Ebenso hat es bereits Tradition, dass dieser erste Vortrag des Jahres von Frau Ulrike Nieter zur Erinnerung an ihre Mutter, an die Gründerin der GDCF Krefeld-Niederrhein e. V., Frau Traute Nieter, gestiftet wird. Herzlichen Dank!

„Wie denken chinesische Eltern, wie denken deutsche Eltern“

Was sollen meine Kinder (glücklich) können müssen   
Vortrag von Professor Dr.-Ing. Sichang Wang , Hochschule Niederrhein, Krefeld

26. November 2025 um 19 Uhr in die VHS Krefeld, Muche-Saal

Prof. Shichang Wang, geboren in der Provinz Zhejiang in China, kam 1981 zum Studium der Verfahrenstechnik an die TU Clausthal. Nach seinem Abschluss mit Auszeichnung promovierte er an der TU München. Nach einer Industrietätigkeit im Anlagenbauunternehmen MESSO-Chemietechnik GmbH (jetzt GEA Gruppe) und Balcke-Dürr GmbH als Verfahrensingenieur, Projektleiter und Produktverantwortlicher, erhielt er 2003 den Ruf an die Hochschule Niederrhein in Krefeld. Dort hält er eine Professur im Fachbereich Maschinenbau für Thermische Verfahrenstechnik und Energie-Effizienz.

Aktuelle Forschungsschwerpunkte:
Energetische Prozessoptimierung, Absorptionskältemaschine, PCM-Speicher für Wärme und Kälte, Effizienz der dynamischen Energiesysteme für Gebäude und Prozesse

Professor Wang berichtet in seinem Vortrag über das Leben in einer chinesischen Familie. So wie es früher war, wo die Frage: hast du etwas gegessen? Lange Zeit von hoher Bedeutung war. Die Armut war groß.  Die Kinder folgten den Eltern, die konkreter Vorstellung zu deren Zukunft hatten und haben. Ein intensives Lernen während der Schulzeit und Disziplin und Fleiß waren besonders Tugenden. Diese vermisst er häufig bei deutschen Kindern.

In zahlreichen Beispielen stellt er das Leben und Verhalten von chinesischen und deutschen Kindern und deren Eltern gegenüber. Ein besonderes Fazit seiner Lebenserfahrung: Kinder sollen über ihre Zukunft und ihre berufliche Ausrichtung, über ihr Leben selbst entscheiden können. Das war in China, aber auch in Deutschland nicht immer so. Nur so werden sie glücklich.

Ein bewegender Vortrag!